Im Kunstmeile Interview: Gudrun Angelika Hoffmann

Wer sind Sie, woher kommen Sie, was ist Ihr Beruf?

Im Harz bin ich geboren und aufgewachsen. In einem Internatsgymnasium in Ballenstedt legte ich das Abitur ab und wurde danach Journalistikstudent in Leipzig. Meine Volontariatszeit absolvierte ich an der Mitteldeutschen Zeitung in Halle. Aus persönlichen Gründen brach ich nach einem Jahr dieses Studium ab und studierte Sport & Geschichte an der Martin-Luther Universität in Halle. Diese Fächer und später auch Kunsterziehung habe ich in Berlin, Potsdam und Teltow ca. zwanzig Jahre lang unterrichtet.

Dann wurde ich unternehmerisch tätig.

 

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

In eine Landwirtschaft hineingeboren, stand an erster Stelle körperliche Arbeit in meiner Jugend. Meine Kreativität entdeckte man am Gymnasium. Mein Deutschlehrer motivierte mich zum Schreiben. Ich schrieb in den Ferien und in jeder freien Minute für die Lokalzeitung in Quedlinburg. Auf dem Gebiet des Modedesign arbeitete ich schöpferisch während des Studiums und danach, entwarf und nähte Kleidung. Heute nur noch für mich und immer seltener.

 

Die ersten Malversuche liegen fast zwanzig Jahre zurück, wenn ich darüber nachdenke. Mit Landschaften in Aquarell fing es an. Durch das Fach Kunsterziehung eignete ich mir verschiedene Techniken an, kam selbst aber nur sporadisch zum Arbeiten.

2007 entschloß ich mich, die Malerei ernsthaft und hauptsächlich zu betreiben. Ich bezog ein Atelier, festigte und erweiterte meine Maltechniken bei verschiedenen Dozenten u.a. in der Kunstakademie Bad Reichenhall.

 

Was inspiriert Sie und wie und was malen Sie zum jetzigen Zeitpunkt?

Vorwiegend male ich in Acryl und Öl. Mischtechniken entstehen u.a. mit Sand, Asche, Kreide, Papier und verschiedensten Werkzeugen.

Meine Sujets sind zum einen der Mensch, der mich fasziniert (Akt, Tanzbilder) z.T. verfremdet

Zum anderen die Natur, die ich in ihrer Vollkommenheit von je her bestaune. Es entstehen abstrakte, informelle Werke, geboren aus der Bewunderung für die Natur, die durch Vergeistigung (mein Denken) und Verfremdung eine Verwandlung im Prozeß der Bildentstehung erfährt. Dieser Entstehungs- bzw. Schöpfungssprozeß unterliegt eigenen Gesetzen von Energie und Kräften. Ich versuche ihn vorwiegend über Formen und Farben zu beeinflussen, um das Bild letztendlich zu einer Komposition zu verdichten.

Anfangs habe ich sehr gegenständlich gemalt, habe aber erfahren, daß ich, wenn ich Skizze und Vorlage fallen lasse und mich spontan, expressiv auf das Geschehen einlasse, kreativer sein kann.

 

Wielange machen Sie das schon?

Drei Jahre

 

Kann Ihre Kunst käuflich erworben werden, wenn ja, wo?

Ja, sie kann erworben werden. Sowohl in meinem Atelier in der Wilhelm-Külz-Str. 75, über das Internet www.gudrun-angelika-hoffmann.de und natürlich bei meinen regelmäßig stattfindenden Ausstellungen und Vernissagen, auf der Homepage zu ersehen.

Gern bringe ich dem Kunden auch Bilder seiner Wahl ins Wohnzimmer, damit er sich vor Ort, in der entsprechenden Umgebung in Ruhe entscheiden kann.

 

Was würden Sie sich zur Förderung der Kunst in Stahnsdorf wünschen?

Eine Wünsch-dir-was-Frage ist insofern schwer zu beantworten, weil ich selbst erfahren habe, daß die finanziellen Mittel der Gemeinde aus bekannten Gründen beschränkt sind.

Wie die Künstler sich „selber fördern“, sieht man jetzt an dem Beispiel dieses Projekts. Hiermit ist ein Netzwerk, eine Plattform für alle ortsansässigen Künstler geschaffen worden. Sie können sich präsentieren, auf sich aufmerksam machen und von den Bürgern wahrgenommen werden mit ihren Werken.

Ich könnte mir auch vorstellen, daß es Möglichkeiten gibt, bei dem Unternehmerverband der Region, Kunst hoffähiger zu machen. Daß mehr bereit sind, Ausstellungsflächen bereitzustellen und für die Künstler Vernissagen auszurichten.

Die Idee mit der Auktion von Frau Furch finde ich auch klasse, weil ich sie selbst schon bei uns in der Atelieretage diskutiert habe.

Gudrun Angelika Hoffmann
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